1 Farbe und ihre Geschichte: Magenta

Obgleich die Verwendung dieser Farbe risikobehaftet ist, hat ein bekannter Kommunikationskonzern unter großer öffentlicher Anteilnahme diese Farbe doch als Marke registrieren lassen, möchte ich euch die Geschichte des sogenannten „hellen Purpurs“ oder auch Fuchsia nicht vorenthalten.

Magenta ist keine Spektralfarbe, also nicht Teil des Lichtspektrums, und kann daher nur durch Mischen von Blau und Grün erzeugt werden.

Mitte des 19. Jahrhunderts wurde das chemische Färbemittel Anilin erstmal verwendet, um zunächst die künstliche Farbe Mauvein herzustellen. Bei weiteren Versuchen gelang dem Franzosen François-Emmanuel Verguin schließlich die Herstellung eines weiteren Farbstoff, den er in Anlehnung an eine amerikanische Zierpflanze (Fuchsie), Fuchsin nannte. Etwa zur gleichen Zeit entwickelten die Briten Chambers Nicolson und George Maule die ähnliche Farbe Roseine. Der Name wurde 1860, in Gedenken an die Schlacht von 1859 im gleichnamigen italienischen Ort, zu Magenta geändert. Laut Legende aufgrund der roten Färbung der Böden, die das vergossene Blut hervorgerufen hat.

Die Farbe der Spektralklasse der Braunen Zwerge der T-Klasse, Himmelskörper die weder Sterne noch Planeten sind, ist Magentafarbend. Außerdem ist Magenta die Farbe einer anti-rassistischen Bewegung aus Amsterdam, einer dänischen Partei und der wertvollsten indischen Banknote: 2.000 Rupien, das entspricht aktuell etwa 25,38 Euro.